Hilfe zur Selbsthilfe
St. Peter Krankenhaus Likoma
Um die Gesundheit der Bevölkerung aufrecht zu erhalten, ist ein Krankenhaus unersetzbar. Deshalb ist es wichtig, dass die anglikanische Diöszese Nord Malawis das St. Peter Krankenhaus unterhält. Die Bedingungen für die Bevölkerung haben sich in sofern verbessert, dass sie für die Behandlungen nicht mehr bezahlen müssen. Das birgt allerdings neue Probleme für die Krankenhausleitung.

Seit letztem Sommer gibt es einen neuen Krankenhausbeauftragten, Mr. Francis Vuma. Ihn in Mzuzu zu treffen war sehr beeindruckend, da dieser Mann sein Engagement aus jeder Pore ausstrahlt. Leider kommen jeden Tag kleine und große Probleme auf ihn zu.

Das Krankenhaus benötigte vor Jahren einen Verbrennungsofen für die benutzten Verbandsmaterialien, so dass sie nicht mehr vergraben werden mussten. Im Laufe der Jahre wurde dieser jedoch baufällig, so dass nun ein neuer gebaut wird.

VerbrennungsofenSt. Peter Krankenhaus LikomaKrankenhauslabor

Das Krankenhaus hat viele Probleme. Auch kostenintensive Probleme bei denen es kaum Unterstützung von der Regierung bekommt, im Gegenteil eher noch vor neue Probleme gestellt wird. So kam eine Delegation der Regierung und begutachtete den einzigen Operationssaal, welcher abschließend als nicht ordnungsgemäß eingestuft wurde.

Die Auflage, den Operationssaal zu renovieren kann nicht eingehalten werden, da Leben retten nun einmal nicht parallel zu Staub und Renovierungsdreck in einem Raum stattfinden kann. So muss ein neuer Operationssaal gebaut werden. Die Regierung gibt jedoch von sich aus keine Baupläne für einen ordnungsgemäßen Operationssaal heraus, so dass Mr. Vuma Zeit verstreichen lassen muss, bis er es schafft in die Hauptstadt zu fahren, um sich selbst um diese Baupläne zu kümmern.

So ein Operationssaal kostet viel Geld, gerade auch deshalb, weil alle Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände vom Festland mit dem Schiff transportiert werden muss, was mit erheblichen Kosten verbunden ist.

Mr. Vuma bekommt von dem eingelösten Scheck wie sein Kollege in der Bildungsabteilung € 2.500, um die wichtigsten Dinge anpacken zu können. Er schätzt, dass er die Wäscherei erweitern wird, da dies das zweitgrößte Problem ist. Er bekommt demnächst weitere € 2.500 überwiesen. Wir hoffen, dass das Projekt Wäscherei somit ausreichend finanziert ist.

Rettungswagen KrankenhausZahnarztabteilungZur Wäscherei und Medikamentenausgabestelle

Ein weiteres großes Problem sind die Unterkünfte für die Krankenschwestern. Laut Richtlinien sollen in einem Krankenhaus dieser Größenordnung 18 Krankenschwestern tätig sein. Alle Bemühungen reichen nicht aus, so viele Krankenschwestern auf die Insel zu bekommen, da die Lebensbedingungen dort schlechter sind als auf dem festland. Momentan hat das Krankenhaus 9 Krankenschwestern, die sich jedoch die drei Personalhäuser teilen müssen. Es werden mindestens noch drei bis vier Personalhäuser benötigt, damit ein größerer Anreiz herrscht, auf die Insel zu kommen, um zu arbeiten.

Es wird eine große Kraftanstrengung werden, ausreichend finanzielle Mittel anzubieten, so dass diese dringlichsten Probleme ansatzweise behoben werden können.
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